Linienschutz am Eschbach
08.08.2011
Hydraulische 2D-Modellierung der Unteren Itter
08.08.2011

Problemstellung, Aufgabe und Zielsetzung

Für die vom Erftverband und der Stadt Bornheim zu beantragenden Verlängerungen von Einleiterlaubnissen sind detaillierte Nachweise gemäß BWK Merkblatt M3 bzw. M7 für ca. 25 Mischwasser- und 15 Regenwassereinleitungen erforderlich.

Auftraggeber und Projektlaufzeit

Auftraggeber sind die Abwasserwerke der Stadt Bornheim, die Betriebsführung Regionalgas Euskirchen GmbH & Co. KG, Euskirchen in Kooperation mit dem Erftverband, Bergheim.

Diese erste Projektphase lief von 2007 bis September 2008.

Projektgebiet

Das Einzugsgebiet des Bornheimer Baches ist 38,3 km² groß. Er mündet unterhalb von Bonn in den Rhein.

Einzugsgebiet des Bornheimer Bachs

Projektorganisation und Kooperationspartner

Der Erftverband ist für die Einleitung der Kläranlage Bornheim zuständig. Für alle anderen Einleitungen sind die Abwasserwerke der Stadt Bornheim der verantwortliche Träger. Die fachliche Betreuung der Bearbeitung des N-A-Modells für die Auftraggeber erfolgt durch den Erftverband. Mit der Bezirksregierung Köln als Genehmigungsbehörde findet während der Bearbeitung eine laufende Abstimmung statt.

Bearbeitung und Methoden

Für die vom Erftverband und Stadt Bornheim zu beantragenden Verlängerungen von Einleiterlaubnissen sind detaillierte Nachweise gem. BWK Merkblatt M3 mittels eines N-A-Modells erforderlich. Das N-A-Modell wurde von Hydrotec erstellt und angewendet.
Alle notwendigen Informationen für den Aufbau des hydraulischen und hydrologischen Modells inkl. Stadtentwässerungsdaten für das Einzugsgebiet wurden vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Während der Projektlaufzeit installierte der Erftverband eine Messstelle am Gewässer, da in den letzten Jahren keine Wasserstandsaufzeichnungen erfolgten.

Die Projektbearbeitung gliederte sich in folgende Arbeitsschritte:

  • Erstellung eines detaillierten hydrologischen Einzugsgebietsmodells des Ist-Zustands und des potenziell naturnahen Zustands
  • Erstellung eines hydraulischen Modells des Hauptvorfluters
  • Plausibilisierung des hydrologischen Modells anhand eines schlüssigen Konzeptes (unbeobachtetes Gebiet)
  • Langfristsimulationen für Ist- und potenziell naturnahen Zustand
  • Erstellung und Auswertung hydrologischer Längsschnitte für HQ1, 2,Ist und HQ1, 2, pnat Begehung und Kategorisierung der Einleitstellen
  • Dokumentation der Einleitsituation mittels standardisierter Datenblätter nach Erftverbandsvorgaben einschließlich Fotodokumentation
  • Beurteilung des Wiederbesiedlungspotenzials nach Erftverbandskonzept
  • Entwicklung und Optimierung erforderlicher Maßnahmen an den Einleitstellen zur Einhaltung des Nachweiskriteriums HQ1, Ist ≤ HQ2, pnat

Ergebnisse und Produkte

Das N-A-Modell wurde sowohl an aufgezeichneten Einzelereignissen als auch über regional gültige Wasserhaushaltsgrößen, wie mittlerer Jahresniederschlag, mittlere Exfiltrationswassermenge und Abflussspenden plausibilisiert.

Die durchgeführte Langzeitsimulation von 30 Jahren wurde für den Ist-Zustand und für den potenziell naturnahen Zustand mithilfe von statistischen Auswertungen anhand von hydrologischen Längsschnitten ausgewertet.

Als Ergebnis konnten die kritischen Einleitungsstellen identifiziert werden, an denen in Absprache mit der Regionalgas Euskirchen und dem Erftverband Maßnahmen entwickelt werden.

Aktuell erfolgt eine Fortschreibung des Modells anhand der zwischenzeitlich vorliegenden Abflussmessdaten sowie eine Untersuchung der Planzustände.

Ansprechpartner

  • bei Regionalgas Euskirchen: Herr Markus Pützer, Tel. (02251) 708-0
  • beim Erftverband: Herr Horst Werner, Tel. (02271) 88-0
  • bei Hydrotec: Herr Dr.-Ing. Oliver Buchholz, Tel. (0241) 94689-0
Veröffentlicht am 08.08.2011