Online-Schulungen Halbjahr 1-2021
14.12.2020
3. Bochumer Hydrometrie-Kolloquium 2021 am 24. Februar
20.01.2021

Klimaresilienz durch kommunale Klimaanpassungskonzepte

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in unseren Breiten bereits deutlich spürbar. Extreme Wetterlagen wie Hitzewellen und Trockenperioden sowie Starkregenereignisse sind in Zukunft häufiger zu erwarten. Kommunale Klimaanpassungskonzepte ermöglichen es Städten und Gemeinden, sich auf die zu erwartenden Wetterextrema vorzubereiten und ihnen aktiv entgegenzuwirken. Ziel ist es, durch eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Bevölkerung und die Infrastruktur vor Schäden zu schützen und lebendige urbane Räume zu schaffen.

Ein kommunales Klimaanpassungskonzept behandelt die Problemfelder Hitzebelastung, Sturm, Starkregen und Trockenperioden, analysiert die daraus entstehenden Risiken und definiert Maßnahmen, die zu einer Verringerung der Gefährdung führen. Gleichzeitig tragen sie häufig zum Klimaschutz bei, indem sie helfen, Energie einzusparen oder die Aufheizung in der Innenstadt verringern.

kommunale Klimaanpassungskozepte

Durch Überhitzung gefährdete Bereiche werden mit GIS-Analysen erkennbar.

Kommunale Klimaanpassungskonzepte umfassen die folgenden Handlungsfelder:

  • Bauleitplanung
  • Starkregenvorsorge
  • Stadtplanung- und -entwicklung
  • Regenwasserbewirtschaftung
  • Grün- und Freiraumplanung
  • Informationsbereitstellung und Verhaltensvorsorge

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Wir beraten Sie gern!
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Expertenteams für kommunale Klimaanpassungskonzepte

Hydrotec ist zusammen mit Projektpartnern wie der energielenker GmbH, INFRASTRUKTUR & UMWELT oder der Lohmeyer GmbH (vormals simuPlan) optimal für die Entwicklung von Klimaanpassungskonzepten aufgestellt und berät Kommunen auch hinsichtlich der Fördermöglichkeiten durch Bundes- oder Landesmittel.

Mit angepasster Regenwasserbewirtschaftung zur Schwammstadt

Kommunale Klimaanpassungskonzepte beinhalten u. a. eine Änderung des Umgangs mit Niederschlagswasser in urbanen Räumen weg vom Ziel der Ableitung und Entsorgung hin zum dezentralen Rückhalt und einer naturnahen Bewirtschaftung des Regenwassers.

Bei der Umsetzung des Schwammstadt-Konzepts werden Grünflächen und Schattenplätze angelegt sowie Retentionsbereiche und Versickerungsmulden geschaffen. Damit werden die Infiltration, die Verdunstung und die Speicherung von Wasser gesteigert. Dadurch kommt es zu einer Verbesserung des urbanen Mikroklimas und zu einer Minderung von Hitzeinseln. Die Kanalisation wird entlastet, während gespeichertes Regenwasser in Trockenperioden zur Bewässerung von Grünanlagen genutzt werden kann.

Mit unserem N-A-Modell NASIM lassen sich diese Maßnahmen wie die Anlage von Rückhaltebecken, Zisternen, Mulden und Rigolen und Gründächern in ihrer Wirkung planen, nachweisen und optimieren.

Starkregenvorsorge auf Basis von 2D-Modellierung

Hydrotec hat ein modulares Konzept für die Simulation von urbanen Sturzfluten entwickelt, das alle relevanten Abflussbereiche integriert. Die Untersuchungsschritte umfassen Fließwegeanalyse im GIS, detaillierte hydrodynamische Simulation auf Basis hochaufgelöster digitaler Geländemodelle, Identifikation von Risikobereichen und Schadensschwerpunkten bis hin zur kleinräumigen Kopplung mit Kanalnetzmodellen und der Integration von Gewässermodellen.

Mithilfe der hydrodynamischen Modellrechnungen mit HYDRO_AS-2D erhält man detaillierte Angaben darüber, wohin das Regenwasser bei einem Starkregen fließt und an welchen Stellen es zu Überflutungen und Gefährdungen kommt.

Auf dieser Basis erstellte Starkregengefahrenkarten dienen Verwaltung und Anwohnern zur Information und ermöglichen gezielte Vorsorgemaßnahmen.

Simulationsergebnisse werden dynamisch animiert im Web-Browser dargestellt und können mit dem Starkregen-WebViewer auf diesem Wege auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Nutzen Sie die Fördermöglichkeiten.

Der Bund und viele Länder bieten zurzeit einige Förderprogramme für kommunale Klimaanpassungskonzepte, mit denen sich Städte und Gemeinden klimasicher aufstellen möchten. Wir haben einige Informationen beispielhaft für Sie zusammengestellt (alle Angaben ohne Gewähr).

Nordrhein-Westfalen: Klimaresilienz

Mit dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen Kommunen bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen, die vor allem der Herstellung hitzemindernder Strukturen im öffentlichen Raum dienen. Unter dem Titel „Coole öffentliche Räume„ werden investive Vorhaben in den Bereichen Entsiegelung, Begrünung, Regenwasserversickerung und Regenwasserspeicherung mit bis zu 90% gefördert. Informationen dazu …

Bayern: Klimaschutz in Kommunen

Der Freistaat Bayern unterstützt seine Kommunen bei der Durchführung von Vorhaben zum Klimaschutz und/oder zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels mit bis zu 90%.
Dazu gehören u. a. die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Klimaanpassungskonzepten und die Umsetzung von Vorhaben zum Klimaschutz und zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Informationen dazu …

Nordrhein-Westfalen: Starkregenvorsorge

Im Rahmen der Förderrichtlinie Hochwasserrisikomanagement unterstützt das Land NRW die Erarbeitung Starkregengefahrenkarten, Gefährdungs- und Risikoanalysen für starkregenbedingte Überflutungen sowie Handlungskonzepte zur Minderung der Starkregenfolgen. Um die Förderung zu erhalten, müssen die Qualitätsstandards und technischen Randbedingungen eingehalten werden, die in der NRW-Arbeitshilfe „Kommunales Starkregenrisikomanagement“ beschrieben werden. Die Höhe der Zuwendung beträgt 40 bis 80 Prozent. Informationen dazu …

Hessen: Klimaanpassungsmaßnahmen

Das Land Hessen fördert kommunale Maßnahmen zur Begrenzung der negativen Auswirkungen des Klimawandels (Klimaanpassungsmaßnahmen).

Die Höhe der Förderung beträgt für Klimaschutzmaßnahmen, Klimaanpassungsmaßnahmen, kommunale Pilot- und Demonstrationsvorhaben sowie kommunale Informationsinitiativen und Beteiligung an Wettbewerben bis zu 70 Prozent, bei Verpflichtung der Kommune im Rahmen des Bündnisses „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen” bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Informationen dazu…

Klimaanpassungskonzepte für KommunenBund: Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel

Mit dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ sollen konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz (CO2-Minderung) und Klimaanpassung, mit hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert werden.

Die Einreichungsfrist für Projektskizzen endet am 15.03.2021. Informationen dazu …

Referenzen zu „Klimaanpassungskonzepte für Kommunen“

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Ihre Ansprechpartner: Dr.-Ing. Oliver Buchholz, Dipl.-Ing. Heike Schröder, Dipl.-Ing. Robert Mittelstädt

Tel.: 0241 94689-0
E-Mail: mail@hydrotec.de

Veröffentlicht am 20.01.2021