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Bemessungsansätze an sich ändernde hydrologische Daten anpassen

Im Oktober 2017 startete das zweijährige Forschungsprojekt UnIWa – „Untersuchungen zur Anwendung von instationären Bemessungsansätzen in der wasserwirtschaftlichen Praxis“. Es wird vom Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) gefördert. Projektpartner sind die Hochschule Bochum (Lehrgebiet für Wasserbau und Hydromechanik), wbu consulting Ingenieurgesellschaft mbh und Hydrotec.

Forschungsprojekt UnIWa

Im Rahmen des Projekts UnIWa werden die Zeitreihen der Niederschlagsstationen des LANUV NRW untersucht, um statistische Trends zu ermitteln.

Das Projekt befasst sich mit zeitlichen Änderungen in hydrologischen Zeitreihen. Es hat zum Ziel, instationäre Bemessungsansätze zu entwickeln und zu untersuchen, wie diese sich in der wasserwirtschaftlichen Praxis anwenden lassen – insbesondere der urbanen Entwässerung.

Die wasserwirtschaftliche Bemessungspraxis geht zurzeit davon aus, dass hydrologische Bemessungsgrößen sich zeitlich nicht ändern. Die Zunahme von Hochwasser- und Starkregenereignissen in den letzten Jahrzehnten zeigt jedoch deutlich, dass hydrologische Zeitreihen ein instationäres Verhalten aufweisen können.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung von nachhaltigen Bemessungsansätzen zum Umgang mit sich ändernden Bemessungswerten in der Wasserwirtschaft. Dabei wird angestrebt, einen systematischen und standardisierten Ansatz zur Beschreibung von Instationaritäten zu finden, der sich möglichst breit anwenden lässt.

Der Fokus von UnIWa liegt auf Niederschlagszeitreihen, da in der nahen Zukunft im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft die größten Auswirkungen aus sich ändernden Niederschlagsereignissen zu erwarten sind.

Die Ergebnisse führen zu verbesserten Planungsgrundlagen für eine klimagerechte Anpassung der urbanen Entwässerungsinfrastruktur. Das Projekt trägt damit elementar zu einer Verbesserung der Vorsorge gegen Sturzfluten und Hochwasserereignisse bei.

Veröffentlicht am 07.11.2018