Starkregen - eine ernst zu nehmende Gefahr

Starkregen und urbane Sturzfluten der letzten Jahre zeigen: Es kann jede Kommune treffen. Eine genauere Vorhersage als die Unwetterwarnungen des DWD ist bei den oft katastrophalen Starkregen nicht möglich. Ereignisse wie in Braunsbach (2016) oder in Münster (2014) werden verursacht durch länger anhaltende, intensivere und damit seltenere Niederschläge als solche, die der Kanalbemessung zugrunde liegen. Sie trafen die Städte unvorbereitet, obwohl Klimaforscher bereits seit Längerem vor der Zunahme von extremen Unwettern warnen.

Ein nach den aktuellen Bestimmungen geplantes Kanalnetz kann die bei Starkregen auftretenden Abflüsse nicht ableiten. Ein Großteil des Niederschlags gelangt überhaupt nicht in die Kanalisation. In der Folge sucht sich das Wasser seinen Weg zu den tiefergelegenen Stellen einer Stadt. Straßen werden zu Gewässern, Kreuzungen zu Mündungsbereichen, Häuserzeilen werden zu Ufermauern, Tiefgaragen zu Zwischenspeichern.

Feuerwehr-Einsatz
Bei einer urbanen Sturzflut versagt das Kanalnetz und das Wasser bahnt sich neue Wege. Die Feuerwehren sind pausenlos im Einsatz.

Wir machen Starkregen berechenbar

Hydrotec bietet ein modulares Konzept für die Simulation von urbanen Sturzfluten, das alle relevanten Abflussbereiche integriert. Die Untersuchungsschritte umfassen GIS-Analyse, Fließanalyse anhand eines groben Geländemodells, Identifikation von Risikobereichen, detaillierte Fließanalyse von Schadensschwerpunkten bis hin zur kleinräumigen Kopplung mit Kanalnetzmodellen und der Integration von Gewässermodellen.

Mithilfe der hydrodynamischen Modellrechnungen erhält man detaillierte Angaben darüber, wohin das Regenwasser bei einem Starkregen fließt und an welchen Stellen es zu Überflutungen und Gefährdungen kommt.

"Hot Spots" aufdecken

Mit GIS-Analysen und einem 2D-Screening-Modell analysiert Hydrotec das hydrologische Einzugsgebiet Ihrer Kommune. Kanalsystem und Kleingewässer werden dabei berücksichtigt.

Dadurch werden die wesentlichen Abflusswege, Senken und Mulden sichtbar und Sie erhalten einen Überblick zur Gesamtgefährdung Ihrer Kommune.

Gefährdete Bereiche – die „Hot Spots“ – lassen sich so eingrenzen und im nächsten Schritt detaillierter untersuchen.

Gefährdung ermitteln

Im Feinmodell errechnet Hydrotec sehr genau die auftretenden Oberflächenabflüsse und Wassertiefen. Dabei beziehen wir alle abflusswirksamen Strukturen wie Gebäudeumrisse, und Kanalnetz etc. mit ein.

Der Hochwasserverlauf, die Überflutungstiefen, die Fließwege und Fließgeschwindigkeiten sind detailliert erkennbar.

Die Gefahrenbereiche und Risiken werden genau dargestellt und bewertet.

Starkregengefahrenkarten und mehr

Starkregengefahren- und -risikokarten stellen Fließwege, Wassertiefen und Kanalüberstaupunkte dar und weisen auf sensible Nutzungen und Infrastruktur hin.

Der interaktive Starkregen WebViewer stellt den Verlauf eines Hochwassers nach einem Starkregen dar und hält weitere Informationen bereit. Hydrotec erstellt die Internet-Kartenanwendung nach Ihren Vorgaben.

Kommunale Fachabteilungen, Einsatzkräfte und Anwohner finden hier aussagekräftige Informationen und können eigenverantwortlich handeln.

Maßnahmen konzipieren

Mit dem hydronumerischen Modell lassen sich kommunale Maßnahmen zur Hochwasservorsorge konzipieren. Ihre Wirksamkeit wird anhand von Variantenrechnungen geprüft und nachgewiesen. In einer Kosten-Nutzen-Analyse finden Sie alle Informationen, die für Sie als Entscheidungsträger relevant sind.

So entwickeln Sie effektiv mit Hydrotec die optimale Maßnahmenkombination für Ihre Kommune.

Kommunale Klimaanpassungs-Konzepte

Kommunale Klimaanpassungskonzepte versetzen Städte und Gemeinden in die Lage, sich auf die zu erwartenden Wetterextrema vorzubereiten mit dem Ziel, die Bevölkerung und die Infrastruktur vor Schäden zu schützen. Sie behandeln die Problemfelder Hitzebelastung, Sturm, Starkregen und Trockenperioden, analysieren die daraus entstehenden Risiken und definieren Maßnahmen, die zu einer Verringerung der Gefährdung führen.

Ein Klimaanpassungskonzept umfasst die Handlungsfelder Bauleitplanung, Starkregenvorsorge, Stadtplanung- und -entwicklung, Niederschlagswasserbewirtschaftung, Grün- und Freiraumplanung, Informations- und Verhaltensvorsorge.

Deshalb ist für seine Erstellung interdisziplinäre Zusammenarbeit aus verschiedenen Fachbereichen erforderlich. Wir von Hydrotec und unser Projektpartner energielenker GmbH sind optimal dafür aufgestellt und beraten Kommunen auch hinsichtlich der Fördermöglichkeiten durch Bundes- oder Landesmittel.

Kompetenz in der Starkregenvorsorge

Dr. Oliver Buchholz

Dr. Oliver Buchholz

Geschäftsführer und Starkregenexperte

Robert Mittelstädt

Robert Mittelstädt, Experte für Starkregen

2D-Modellierung & Starkregen

Heike Schröder

Heike Schröder

Gesellschafterin, Expertin Hydraulik- und NA-Modellierung

Benedikt Rothe

Benedikt Rothe

Gesellschafter, Experte Software & IT-Systeme

Zertifiziert für die Starkregen- und Hochwasservorsorge

Unsere Mitarbeiter Heike Schröder und Robert Mittelstädt sind als „Sachkundige Hochwasserpass“ zertifiziert und damit berechtigt den Hochwasserpass des HochwasserKompetenzCentrums (HKC) für Immobilien auszustellen. Der Hochwasserpass ist ein innovatives und nützliches Dokument zur Standortanalyse und Bewertung von bestehenden oder geplanten Privat- und Gewerbe-Immobilien in hochwassergefährdeten Gebieten. Auch für Objekte in öffentlicher Hand wie Schulen oder Verwaltungsgebäude kann ein Hochwasserpass ausgestellt werden.

Unser Mitarbeiter Leandro Mücke besitzt das DWA-Zertifikat zum „geprüften Fachplaner Starkregenvorsorge“. Der Fachplaner Starkregenvorsorge verfügt über aktuelles Wissen zur Starkregenvorsorge und zu Klimaanpassungsmaßnahmen. Er kann Städte und Gemeinden bei der Entwicklung eines Klimaanpassungskonzepts begleiten und auch Bürgern und Bürgerinnen im Rahmen der Objektschutzplanung beratend unterstützen.

Hydrotec ist qualifiziert gemäß der Förderrichtlinie für Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg. Wir haben das Verfahren der LUBW zur Standardreferenz für die Erstellung von Starkregengefahrenkarten erfolgreich absolviert und stehen Kommunen in Baden-Württemberg als Partner für vom Land geförderte Projekte zur Kommunalen Starkregenvorsorge zur Verfügung.
Dazu sind die Vorgaben des Leitfadens „Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg“ einzuhalten. Das von Hydrotec entwickelte Verfahren und die Projektumsetzung erfüllen die im Leitfaden genannten Anforderungen voll und ganz.

Referenzprojekte

Starkregenstudie Oranienburg

Analyse der Starkregengefährdung für grundwasserbeeinflusste Böden mit hoher Wasserdurchlässigkeit und flaches Gelände – Hydrotec erarbeitet mit HYDRO_AS-2D Starkregengefahrenkarten

Detaillierte Modelle für ein urban geprägtes Fließgewässer

Die hydrologische und hydraulische Modellierung mit Integration von Kanalnetzdaten der urban geprägten Nette in Altena bietet die Grundlage für Hochwasserschutz und Kanalnetzsanierung.

Starkregen WebViewer macht Starkregengefährdung transparent

Der Starkregen WebViewer informiert Anwohner über den Verlauf eines Hochwassers nach einem Starkregen. Die Anwendung ist auch per Smartphone nutzbar. Damit bietet die Lösung sich als Informationsmedium für Kommunen an.

Umfassender Hochwasserschutz für Bergisch Gladbach

Vor der Konkretisierung des Hochwasserschutzkonzepts lässt die Stadt modelltechnisch prüfen, ob die Maßnahmen einen umfassenden Schutz vor Hochwasser der Strunde bilden und vor Überflutung durch Starkregen bieten.

Starkregenvorsorge – Kommunen setzen auf Modellierung mit HYDRO_AS-2D

Das von Hydrotec entwickelte Verfahren liefert Kommunen verlässliche Informationen über die Starkregengefährdung. Maßnahmen können damit konzipiert und bzgl. ihrer Wirksamkeit überprüft werden.

Erschließungen und Bauvorhaben vor Starkregen sichern

Mit Überflutungsnachweisen stellen Bauträger und Investoren sicher, dass ihre Bauobjekte bei einem Starkregen nicht überflutet und beschädigt werden. Hydrotec erstellt Überflutungsnachweise mithilfe von HYDRO_AS-2D.

Starke Softwarelösungen für die Starkregen-Modellierung

Hydrotec Software für die Wasserwirtschaft

HYDRO_AS-2D

HYDRO_AS-2D simuliert detailliert die dynamischen Fließvorgänge und berechnet Überflutungstiefen korrekt.

Starkregen WebViewer

Der Starkregen WebViewer für Kommunen macht die berechneten Informationen per Internet verfügbar.

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NASIM Bild 3

NASIM

NASIM dient zur Ermittlung von maßgeblichen Niederschlägen und ermöglicht die Bemessung von Rückhalteräumen sowie die optimale Steuerung von Bauwerken.

ArcGIS Desktop

Geo-Informations-Software (GIS) von Esri ermöglichen aussagekräftige Analysen Ihrer Geodaten.

Mit Spatial Analyst können Sie hydrologische Daten visualisieren und bearbeiten.

Starkregen - Was können Sie tun?

Kommunales Starkregenrisikomanagement

Kommunen stehen vor der Aufgabe, Schäden aus Starkregenereignissen zu vermeiden und zu vermindern.

Die Gefährdungslage lässt sich wirkungsvoll mit GIS-Analysen und hydronumerischen Modellrechnungen ermitteln. Mit den daraus gewonnen Informationen lassen sich Maßnahmen konzipieren und optimal kombinieren.

Kommunen können auf dieser Basis

  • Starkregengefahrenkarten erstellen lassen
  • technische Vorsorgemaßnahmen konzipieren, planen und umsetzen
  • Bürger über Risiken informieren

Ein kommunales Handlungskonzept zur Starkregenvorsorge bündelt diese Maßnahmen und ermöglicht es Haushaltsmittel effizient und sinnvoll einzusetzen.

Einige Bundesländer haben den Handlungsbedarf erkannt und fördern Kommunen finanziell bei der Entwicklung eines kommunalen Handlungskonzepts zur Starkregenvorsorge.

Noch umfassender können sich Kommunen mit einem kommunalen Klimaanpassungskonzept auf die zu erwartenden Wetterextrema Hitze, Starkregen, Sturm und Trockenheit vorbereiten.

Klimaanpassungskozepte für Unternehmen

Auch Unternehmen sollten sich mit dem Thema auseinander setzen und sich absichern. Mit der Entwicklung eines Klimaanpassungskonzepts für Unternehmen können sie ihre Belegschaft und ihre Produktion vor nachteiligen Folgen des Klimawandels schützen.

Mit dem Programm „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ fördert das Bundesumweltministerium Projekte, die Antworten auf die Folgen der Erderwärmung wie Hitzeperioden, Hochwasser oder Starkregenereignisse liefern und die Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Gefördert werden u. a. mittelständische Betriebe.

Weitere Informationen finden Sie auf der Inernetseite der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Notentwässerungssysteme für Flachdächer

Simulation mit HYDRO_AS-2D: Schrägansicht einer Dachfläche mit maximalen Wassertiefen

Ein funktionierendes System zur Ableitung von Regenwasser ist bei Gebäuden mit Flachdach von essenzieller Bedeutung, besonders vor dem Hintergrund der häufiger werdenden Starkregenereignisse. Mit HYDRO_AS-2D lassen sich Fließwege, Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten sowie die Leistungsfähigkeit der Flachdachentwässerung bei einem Starkregen berechnen und entsprechende Nachweise führen.

Hydrotec recherchiert für Sie die hydrologischen Grundlagen, führt die Bemessung nach DIN und die Modellberechnung mit HYDRO_AS-2D durch. Auch Varianten zur Gestaltung des gesamten Entwässerungssystems können leicht und effizient modelliert werden.

Mehr dazu…

Tipps für die private Starkregenvorsorge

Starkregen und urbane Sturzfluten lassen sich nicht aufhalten – aber Kommunen und Privatpersonen können dazu beitragen, die durch sie entstehenden Schäden klein zu halten. Mit langfristiger Starkregenvorsorge, informiert sein und besonnenem Verhalten im Notfall sind Sie generell auf der „sicheren Seite“.

Hier finden Sie einige Hinweise, wie Sie als Privatperson langfristig vorsorgen können. Ergreifen Sie die Initiative – am besten schon lange bevor die nächste Regenfront heranzieht.

Damit sorgen Sie generell langfristig vor

  1. Überprüfen Sie Ihr Gebäude auf mögliche Schwachstellen, an denen Regenwasser eindringen kann und beheben Sie diese rechtzeitig. Hilfreich ist die Erstellung eines Hochwasserpasses für Ihr Gebäude.
  2. Überprüfen Sie Ihre Gebäudeversicherung und erweitern Sie ggf. Ihre Police um eine Elementarversicherung. Diese deckt auch Schäden durch Starkregen und daraus folgende Überschwemmungen und Rückstaus ab.
  3. Hat Ihre Kommune eine Starkregengefahrenkarte veröffentlicht? Fragen Sie dort nach und prüfen Sie, ob Ihr Grundstück / Ihr Gebäude in einem gefährdeten Bereich liegt.
  4. Beachten Sie bei der Aufbewahrung von Gegenständen:
    1. Keine wertvollen Gegenstände und Elektrogeräte in gefährdeten Räumen lagern.
    2. Keine Giftstoffe und Lacke in gefährdeten Räumen aufbewahren.
    3. In gefährdeten Räumen alles hoch lagern, nichts auf dem Boden abstellen.
    4. Wichtige Dokumente sind sicher und so aufbewahren, dass sie auch bei Flutung zugänglich bleiben.
  5. Erstellen Sie einen Handlungsplan mit der Familie und Nachbarn. Wer macht was?

Weiterführende Informationen

Was ist Starkregen?

Vom Starkregen spricht man bei kleinräumigen Niederschlagsereignissen mit hoher Niederschlagsintensität.

Wie ist Starkregen definiert?

Für Starkregen gibt es verschiedene Definitionensansätze. Der DWD definiert Starkregen als Regenmengen von 15 bis 25 mm in einer Stunde bzw. 20 bis 35 mm in sechs Stunden. Nach dem DWA Merkblatt M-119 wird Starkregen als Niederschlagsereignis mit einer Wiederkehrzeit größer als ein Jahr bezeichnet.

Wer ist vom Starkregen betroffen?

Im Gegensatz zum Flusshochwasser ist jeder potentiell von Starkregenereignissen betroffen.

Unsere Experten beraten Sie gerne.