Das G2G-System MIP-Förderung und die beteiligten Akteure.
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26.09.2011
Hydrothemen Nr. 21 / Oktober 2011
20.10.2011

Vorgaben für kartografische Darstellungen und Internet-Plattform für NRW

Die Umsetzung der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) stellt die beteiligten Akteure auf Landesebene vor die Aufgabe, große Datenmengen zu verarbeiten, an Dritte weiterzugeben bzw. öffentlich zugänglich zu machen.
In zwei konzeptionell ausgerichteten Projekten hat Hydrotec für das Land NRW Vorgaben für die zu erstellenden Dokumente in ArcGIS sowie ein Konzept für eine zentrale Internetplattform für die HWRM-RL entwickelt.

Einheitliche Vorgaben für GIS-Projekte

Um die GIS-Daten der vielen Einzelprojekte der HWRM-RL handhaben zu können, waren einheitliche Regeln für die Datenbereitstellung und -lieferung erforderlich. In enger Abstimmung mit LANUV, IT-NRW und den Bezirksregierungen wurden für die Projektkategorien Gefahrenkarte, Risikokarte und Festsetzungskarte ArcGIS-Muster-Projekte (MXD) und Vorschläge für den Aufbau von Geo-Datenbanken (GDB) erarbeitet. Die Vorgaben für GIS-Projekte bereiten den Weg dafür, dass Projektergebnisse künftig ohne weitere Bearbeitungsschritte in die geplante zentrale ArcGIS-/ArcSDE-Lösung bei IT-NRW eingepflegt werden können.

Karten_klein.png

Erarbeitung von Hochwasserrisiko- und -gefahrenkarten in ArcGIS

Zentrale Internetplattform zur Umsetzung der EG-HWRM-RL

Die Information und die Beteiligung der Öffentlichkeit stellt eine wesentliche Anforderung der EG-HWRM-RL dar. Die erarbeiteten Daten sind mit kartografischer Darstellung im Internet zugänglich zu machen. Hydrotec erhielt den Auftrag, dazu eine zentrale Internetplattform zu konzipieren. Dabei soll auf Erfahrungen und Internet-Infrastrukturen, die im Zusammenhang mit der EG-WRRL vorliegen, zurückgegriffen werden. Die Web-Seite www.flussgebiete.nrw.de und wiki.flussgebiete.nrw.de bildeten deshalb den Ausgangspunkt der Überlegungen.

Das Konzept beinhaltet einen Katalog von Anforderungen hinsichtlich inhaltlicher und funktionaler Aspekte. Technisch ließe sich das System als WIKI-Plattform, als Content-Management-System (CMS) oder als Kombination aus beidem realisieren. Auf Basis dieser konzeptionellen Vorüberlegungen werden auf Landesebene weitere Weichenstellungen zum Aufbau der Internetplattform für die öffentlichkeitswirksame Umsetzung der HWRM-RL erfolgen.

Dr.-Ing. Klaus Friedeheim

Veröffentlicht am 19.10.2011