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23.11.2017

Integration hochwasserrelevanter Daten

Hydrotec erweitert das SOBEK-Modell der Donau

Hydrotec erweitert das 1D-Modell der Donau im Auftrag der BfG um hochwasserrelevante Daten.

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) verwendet seit 2011 ein von Hydrotec erstelltes 1D-hydraulisches Modell der Donau von Kelheim bis Jochenstein. Es dient der großräumigen Wellenablaufberechnung (z. B. im Rahmen der Mittel- und Niedrigwasservorhersage, der gewässerkundlichen Ist-Beschreibung und für Szenarienberechnungen) sowie der stationären Wasserspiegellagenberechnung. Dieses Modell wird aktuell von uns in Zusammenarbeit mit Deltares im Auftrag der BfG um die Landesgewässerstrecke bis Neu-Ulm erweitert und optimiert, um hochwasserrelevante Prozesse besser abbilden zu können.

Die Arbeiten erfolgen im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Analyse der Wirkung von Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP)“, das die BfG im Auftrag des Umweltbundesamtes seit 2015 bearbeitet. Ziel dieses Vorhabens ist es u. a., die Liste an prioritären Hochwasserschutzmaßnahmen im NHWSP flussgebietsweise im Rhein-, Elbe- und Donaugebiet im Hinblick auf deren überregionale Wirkung auf die Hochwassersituation zu analysieren.

Die Erweiterung und Optimierung konzentriert sich hauptsächlich auf eine verbesserte Abbildung der Retention im Vorland und der Wehrsteuerung im Hochwasserfall. Dazu ist es u. a. erforderlich, auf der Landesgewässerstrecke von Neu-Ulm bis Kelheim parallel zur Donau verlaufende Aueströme, die bei Hochwasserereignissen aktiviert und abflusswirksam werden, als separate Gewässerstränge im Vorland an das Modell anzuschließen.

Nach Abschluss der Aktualisierung wird die BfG über ein Modell für den aktuellen Ist-Zustand verfügen, das auch den Hochwasserfall korrekt wiedergibt. Auf dieser Grundlage sind gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt und den dortigen Wasserwirtschaftsämtern weitere spezifische Modellzustände mit integrierten NHWSP-Maßnahmen wie Deichrückverlegungen und der Bau gesteuerter Flutpolder aufzubauen, um die Wirkung dieser Maßnahmen analysieren und vergleichen zu können.

Das Projekt startete im September 2017 und wird voraussichtlich im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Veröffentlicht am 23.11.2017