Hochwasserschutz und Starkregenvorsorge bei Abwasseranlagen 

Hochwasserschutz und Starkregenvorsorge bei Abwasseranlagen

Die Stadt Wegberg betreibt 112 abwassertechnische Anlagen, darunter Kläranlagen, Pumpstationen, Mischwasserentlastungsbauwerke und Sonderbauwerke. Diese nehmen in der Hochwasser- und Starkregenvorsorge einen besonderen Stellenwert ein: Werden sie überflutet, kann das nicht nur zu erheblichen Betriebsstörungen führen, sondern auch angrenzende, tieferliegende Gebiete gefährden. Zudem besteht das Risiko, dass unbehandeltes Abwasser in die Umwelt gelangt.

In NRW gilt seit August 2024 ein Runderlass zu den Anforderungen an den Hochwasserschutz und die Starkregenvorsorge bei Abwasseranlagen. Der Erlass verpflichtet Betreiber dazu, gezielt Maßnahmen zur Risikovorsorge und zum Schutz ihrer Anlagen zu ergreifen. Zur Erfüllung dieser Anforderung beauftragte die Stadt Wegberg Hydrotec im Mai 2025 mit der Ermittlung des Gefährdungspotenzials ihrer abwassertechnischen Anlagen.

Analyse der Betroffenheit und der Gefährdung

Das Gefährdungspotenzial wird über ein zweistufiges Verfahren ermittelt. Zuerst sind alle abwassertechnischen Anlagen auf Betroffenheit von Hochwasser und Starkregen zu überprüfen. Dazu sind die festgesetzten Überschwemmungsgebiete und die Hochwassergefahrenkarten (HWGK) sowie die Starkregenhinweiskarten (SRHK) und soweit vorhanden die Starkregengefahrenkarten (SRGK) auszuwerten.

Im Fall der Stadt Wegberg sind mehrere der untersuchten Anlagen von Überschwemmung gefährdet. Für diese ist von der Stadt eine Grobanalyse durchzuführen, in der die Betroffenheit bei Starkregen und Hochwasser detailliert anzugeben ist.

Hydrotec hat dazu für jede betroffene Anlage alle relevanten Informationen gebündelt aufbereitet und in einem Steckbrief zusammengestellt. Diese Daten ermöglichen es der Kommune, die vom Runderlass geforderten Angaben für die Grobanalyse effizient zusammenzustellen und schließlich die erforderlichen Schutzmaßnahmen vor Starkregen und Hochwasser zu ergreifen.

Schritte und Termine zur Umsetzung des Runderlasses

  • Ende 2027: Nachrüstung für Abwasser-anlagen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten
  • Ende 2028: Erstellung von Schutzkonzepten für weitere Anlagen
  • Spätestens 2035:  Abschluss aller Umsetzungsmaßnahmen für Anlagen außerhalb von Hochwassergebieten

Hydrotec unterstützt Sie gern bei diesen Aufgabenstellungen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Michel Heidemanns, M.Sc.