Wie viele Knoten, Elemente, etc. unterstützt HydroAS maximal?
Für die Vollversion gilt:
Ab der Version 5.1 gibt es keine feste Limitierung mehr. Die Netzgrößen sind praktisch durch den verfügbaren Hauptspeicher limitiert. Faustregel: Für jeweils 1,5 Mio. Modellknoten sollten Sie ca. 2 GB Hauptspeicher bereitstellen.
Bis einschließlich zur Version 5.0 galt:
- Windows-Version: maximal 3,5 Mio. Knoten
- Linux-Version: maximal 7 Mio. Knoten Knoten
Weitere Informationen auch bzgl. anderen Lizenzierungsstufen finden Sie in „Kapitel 6 Felddimensionen“ des Benutzerhandbuches.
Wie kann ich HydroAS Meldungen lesen, wenn das Fenster mit der Ausgabe geschlossen wurde?
Beim Ausführen der 2D-Berechnungen über die Batch-Datei werden die Meldungen in die Datei HYDRO_2DM.MEL geschrieben.
Wie kann ich für kleinere Ausgabedateien sorgen?
- Benutzen Sie XMDF statt der ASCII-Ausgabe. XMDF-Dateien sind deutlichkleiner als ASCII-Dateien. Ferner werden sie auch schneller nach SMS geladen.
- Lassen Sie die SMS-Ergebnisse seltener rausschreiben: „Zeitintervall SMS“ erhöhen
- Ab Version 4.3.0 können Sie Ausgabedateien deaktivieren. Dazu löschen Sie in SMS unter „Ein-und Ausgabedateien“ den entsprechenden Dateinamen.
Wie kann ich den internen Berechnungszeitschritt von HydroAS beeinflussen?
Laden Sie die Datei timestep.dat nach SMS. Sie können jetzt auswerten, welche(r) Knoten die kleinen Zeitschritte bedingen. Optimieren Sie das Netz an diesen Stellen.
Sie müssen in jedem Fall im Bereich des Knotens mit dem kleinsten Zeitschritt optimieren. Andere Optimierungen sind nicht zielführend.
Ursachen könnten bespielsweise sein:
- Sehr kurze Kanten oder kleine Elemente
- Kurze Kanten über sehr hohen Wasserstiefen
- Sehr geringer Abstand zwischen Sohle und Kontruktionsunterkante
Warum gibt es unter Material Properties manchmal zusätzlich zum Reiter HydroAS noch weitere Reiter z. B. Niederschläge?
In SMS wird unter den Material Properties ein Reiter angezeigt, sobald ein Modul in den Global Parameters aktiv ist. Standardmäßig ist nur HydroAS aktiv. Man kann aber auch z.B. Niederschläge aktivieren. Dann gibt es den Reiter auch unter den Material Properties, obwohl keine Eingaben möglich sind. Beim Konvertieren auf die Version 4.3.0 wird automatisch HYDRO-AS EIN-/AUSGABEDATEIEN (E/A: Dateiname.dat/.h5) aktiviert. Dadurch erscheint auch dieser Reiter unter den Material Properties ohne Eingabemöglichkeit.
Diese Anzeige bitte einfach ignorieren.
Wieso kann es in der Ausgabedatei wspl.dat/h5 an einzelnen Knoten Werte geben, die größer sind als die Werte für diese Knoten in der Ausgabe wspl_max.dat/h5?
Das ist kein Fehler von HydroAS und liegt an der Extrapolation der WSP-Lagen an der trocken/nass-Grenze. Für die wspl.dat wird die Extrapolation in jedem Zeitschritt auf Grundlage der aktuellen Wassertiefen h durchgeführt, für die wspl_max.dat ist das Maximum über die Zeit der Wassertiefen h_max die Grundlage. Die trocken/nass-Grenzen von h und h_max sind i.d.R. unterschiedlich.
Die Werte, die durch die Extrapolation bestimmt werden, hängen von den WSP-Lagen der umliegenden Knoten ab und können für wspl.dat höher sein als für wspl_max.dat. Zu beachten ist aber, dass diese Knoten immer trocken bleiben. Die WSP-Lagen bleiben immer unter der Sohlhöhe, wenn der Knoten trocken ist. Die Werte sind nur für die Verschneidung mit dem Gelände gedacht und haben weiter keine Bedeutung, wenn sie unter der Geländehöhe liegen.
Wieso ist die Abflussberechnung an meinem Kontrollquerschnitt so ungenau?
Bis zur Version HydroAS 4.4 konnte es zu ungenauen Abflusswerten an einem Kontrollquerschnitt kommen. Ab Version 5.0 tritt dies nicht mehr auf.
Sollten Sie das Problem mit einer entsprechend älteren Version haben, überprüfen Sie Ihr Modell anhand der folgenden Kriterien und verbessern Sie es.
Definition des Kontrollquerschnitts
- Ist der Kontrollquerschnitt entlang der Modellkanten definiert?
- Liegt der Kontrollquerschnitt senkrecht zur Fließrichtung?
- Sind die Kanten des Kontrollquerschnitts ungefähr gleich lang?
- Verläuft der Kontrollquerschnitt gerade, ohne Knicke?
- Sind angrenzenden Elemente und Kontrollvolumina ungefähr gleich groß?
Umgebung des Kontrollquerschnitts
- Sieht das Berechnungsnetz – zumindest in Umgebung des Querschnitts – gleichmäßig und harmonisch aus? (siehe Abbildung)
- Liefert die Einstellung Meshquality in den Display Options in SMS gute Ergebnisse?
Simulationsergebnisse
- Sind die Wassertiefen und Geschwindigkeiten in Umgebung des Kontrollquerschnitts stabil?
- Sind die Geschwindigkeiten realistisch und kleiner als die Maximalgeschwindigkeit?
Tipp: Man kann den Abfluss für einen Arc in SMS aus depth und veloc nachträglich als Flux bestimmen. Dieser entspricht ungefähr dem Abflusswert für den Kontrollquerschnitt. Wenn die Ergebnisse und/oder das Modell ungenau sind, ist auch der Flux ungenau.
Was sind die Auswirkungen von Amin?
Amin setzt die Kontrollvolumen aller Knoten, deren Kontrollvolumen kleiner sind als Amin, auf Amin hoch. In der Berechnung der Wassertiefen und Geschwindigkeiten werden die vergrößerten Kontrollvolumen benutzt. Dadurch entsteht im Modell eine Art Retentionsvolumen. Die Auswirkungen für die gesamte Berechnung sind nicht leicht abzuschätzen, weil die Ergebnisse durch die alten Werte aus dem vorherigen Zeitschritt beeinflusst werden. Tendenziell sinken die Wasserspiegel, wenn viele Kontrollvolumen auf Amin vergrößert werden. Gleichzeitig kann die Rechenzeit kleiner werden. Die Genauigkeit der Ergebnisse ist dann allerdings zu hinterfragen.
In Version 5.2 kann es bei konvertierten Altmodellen mit zu groß gewähltem A-Min-Wert zu Unterschieden in den Modellergebnissen kommen. Grundsätzlich empfehlen wir den A-Min-Wert = 0 bzw. entsprechend der Netzdiskretisierung (kleinstes Kontrollvolumen) zu wählen. Wird ein größerer A-Min-Wert gewählt, sollten unbedingt mittels Vergleichsrechnungen die Neutralität auf die Modellergebnisse geprüft werden.
Warum ist der Standardwert für Amin in der Vorlage 0 und was bedeutet das?
Der Wert 0 für Amin bedeutet, dass alle Kontrollvolumina auf dem Originalwert bleiben und NICHT verändert werden. Das ist die Standard-Einstellung, da Amin vom Modell abhängig eingestellt werden sollte. In älteren Version war der kleinstmögliche Amin-Wert 10E-15, was im Prinzip Null ist. Die Vorlage wurde daher angepasst, so dass auch Null als Wert einstellbar ist.
Wie sollte ein Auslaufrand, der nicht auf dem Netzrand liegt, definiert werden?
Es kann vorkommen, dass innerhalb des Netzes eine Auslaufrandbedingung erforderlich ist. Der Nodestring wird zunächst – wie immer – von links nach rechts in Fließrichtung definiert. Die im Unterwasser des Nodestrings anschließenden Elemente müssen disabled gesetzt oder aus dem Netz entfernt werden! Ansonsten kann es ggfs. zu unplausiblen Auslaufwerten kommen.
In der Abbildung ist eine mögliche Art der Modellierung dargestellt. Falls auch die Umströmung unterbunden werden soll, muss der disabled gesetzte Bereich erweitert werden.
Was muss ich bei der Simulation mit Niederschlag über die Datei source-in.dat beachten?
- Handbuch Kapitel 4.2.6.6
- Mit der Datei source-in.dat können Effektivniederschläge an jedem Knoten zugewiesen werden. Dabei muss NICHT das Niederschlagsmodul in den Global Parameters aktiviert werden.
- In source-in.dat sind allegmein Quell-/Senkterme in mm/h pro Knoten und Zeitschritt definiert. Effektivnierderschlag ist nur ein Anwendungsfall.
- Das Format der Datei ist fest vorgegeben. Nur in diesem Format kann die Datei von HydroAS gelesen werden. Wie die Datei korrekt erstellt wird, hängt von den Grundlagendaten ab. Es kann nötig sein, weitere Programme wie ArcGIS Desktop zu verwenden.
Wieso kommt es zum Programmabbruch beim Einlesen der Niederschlagszuordnungsdatei „nodeniederschlag.dat“?
Wenn das Zahlenformat nicht den Anforderungen entspricht, gibt es einen Fehler beim Einlesen.
Die Nummern in der Datei „nodeniederschlag.dat“ müssen als ganze Zahlen dargestellt sein, d.h. 0, 1, 2, usw. Falls beim Export aus SMS Kommazahlen geschrieben werden (0.0, 1.0, 2.0 usw.), müssen die Dezimaltrenner und Nachkommastellen („.0“) gelöscht werden.
