Praxisreport zu Frühwarnsystem infraWarn in Fachzeitschrift KW 9/2026
Frühwarnsystem infraWarn unterstützt Kommunen bei der Klimaanpassung
Im Praxisreport der DWA-Fachzeitschrift Korrespondenz Wasserwirtschaft im September 2026 wird das von Hydrotec und der HTW Saar entwickelte Frühwarnsystem infraWarn vorgestellt, das speziell an den Anforderungen kommunaler Akteure im Starkregen- und Hochwasserschutz ausgerichtet wurde. Die Implementierung der ersten Bearbeitungsstufe im Einzugsgebiet der Ahr ist 2026 als regionaler Pilot erfolgt und stellt einen wichtigen Beitrag zur überörtlichen Hochwasservorsorge dar.
Die Autoren Markus Becker (inframeta eG) und Dr. Oliver Buchholz und Prof. Alpaslan Yörük von Hydrotec stellen die Systemarchitektur und das Nutzungskonzept vor.
Das Frühwarnsystem wird stufenweise ausgebaut und weiterentwickelt:
- Stufe 1: Auswertung von Radar- und Vorhersagedaten
- Stufe 2: Einbindung lokaler Messnetze
- Stufe 3: Modellgestützte Vorhersagen und Auswirkungsanalyse
Die Modellkomponenten werden aktuell im Rahmen des Forschungsprojekts KliGAS an der htw saar entwickelt und erprobt.

Belastbare Entscheidungsgrundlage und leichter Zugang
Für das Einzugsgebiet der Ahr wurde das System bereits vorkonfiguriert, sodass ein kurzfristiger Einstieg durch die Kommunen und andere Akteure möglich ist. Das System wird von Hydrotec in Kooperation mit der htw saar entwickelt und über die inframeta Genossenschaft den interessierten Kommunen, Gewerbetreibenden und Betreibern kritischer Einrichtungen im Rahmen eines Abonnement-Modells bereitgestellt.
InfraWarn verfolgt einen konsequent webbasierten Ansatz (Software as a Service). Der Zugriff erfolgt über einen Standardbrowser, die Systemnutzung erfordert keine vertieften Fachkenntnisse. Die aufbereiteten Informationen werden in Form eines übersichtlichen Dashboards und als Berichte bereitgestellt und ermöglichen eine schnelle Lageeinschätzung sowie die Ableitung von Maßnahmen im Ereignisfall.
Moderne, cloudbasierte Technologien
Mit dem beschriebenen Frühwarnsystem lassen sich moderne, cloudbasierte Technologien und etablierte wasserwirtschaftliche Modellansätze zu einem praxistauglichen Frühwarnsystem für Kommunen verbinden.
Insbesondere der modulare Aufbau, die Skalierbarkeit und die auswirkungsbasierte Prognose unterstützen eine zielgerichtete Gefahreneinschätzung und Maßnahmenplanung. Damit kann das System einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Entscheidungssicherheit im Ereignisfall leisten und die kommunale Resilienz gegenüber Starkregen- und Hochwasserereignissen nachhaltig stärken.
