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Hydrotec-Mitarbeiter erkundet Hochwasserlage vor Ort

Hydrotec erarbeitet das Hochwasserschutzkonzept für neun bayerische Kommunen, die sich zur Region MainSteigerwald zusammengeschlossen haben. Die im Norden Bayerns gelegenen Kommunen an der Volkach sind aktuell wieder von Hochwasser- und Starkregenereignissen betroffen.

Deshalb machte sich unser Projektleiter Leandro Mücke ein Bild von der Lage vor Ort und stimmte sich mit dem Bürgermeister und dem Wasserwirtschaftsamt ab. Der Bayerische Rundfunk interviewte sie bei der Begehung der Bereiche, die bei dem aktuellen Hochwasser zu Problemen geführt haben. Das in Arbeit befindliche Konzept wird durch die gewonnenen Erkenntnisse angepasst oder erweitert.

Schauen Sie sich den BR-Beitrag zum Hochwasserschutzkonzept MainSteigerwald an.

BR-Bericht Hochwasserschutzkonzept MainSteigerwald
Per Klick auf das Bild gelangen Sie zum Bericht auf der Webseite des Bayerischen Rundfunks

Rückhaltebecken und Mauern als Hochwasserschutz

Herr Mücke hat bereits konkrete Vorstellungen, wie die Hochwasserschutz-Maßnahmen im Einzugsgebiet der Volkach aussehen könnten. Um das Wasser aus den Ortschaften zurückzuhalten, sind Hochwasser-Rückhaltebecken erforderlich. In Trockenphasen kann das gespeicherte Wasser ggf. zur Bewässerung genutzt werden. Die Leistungsfähigkeit von Gräben und Brücken lässt sich durch Umgestaltung erhöhen.

Der geprüfte Fachplaner Starkregenvorsorge (nach DWA) sagt, dass die Ortschaften teilweise umgestaltet werden: „Eventuell sieht man hier und da mal eine Mauer mehr, die zum Hochwasserschutz dient“. Auch im Wald sind Maßnahmen angedacht, um das Wasser dort zurückzuhalten und zu speichern.

Kommunales Hochwasserschutzkonzept für mehrere Gemeinden

Das Konzept ermöglicht es den Gemeinden, künftig abgestimmte und effektive Maßnahmen zur Hochwasservorsorge zu treffen.

Das integrale Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept beinhaltet eine umfassende modelltechnische Abbildung des Wasserhaushalts mit einem N-A-Modell und des Abflussverhaltens mit dem 2D-hydronumerischen Modell HYDRO_AS-2D. Die Topografie des Einzugsgebiets wird mit GIS-Werkzeugen analysiert.

Mit den Modellergebnissen wird zunächst die Hochwassersituation bzgl. HQ(100), HQ(häufig) und einem HQ(extrem) untersucht. Darauf aufbauend werden mögliche Schutz- und Rückhaltemaßnahmen im Gesamteinzugsgebiet konzipiert und in ihrer Einzel- und Zusammenwirkung untersucht.

Erste Ergebnisse der Modellrechnungen werden voraussichtlich im Herbst 2021 vorliegen.

Gewässerökologie und Landwirtschaft im Blick

Neben Hochwasserschutz und Wasserrückhalt sind bei der Konzeptentwicklung der Erhalt oder die Verbesserung der Gewässerökologie, die Verringerung der Bodenerosion sowie die Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts zu beachten. Auch durch den Klimawandel zu erwartende Veränderungen sowie ein parallel erarbeitetes Bewässerungskonzept für die Landwirtschaft werden einbezogen.

Kommunaler Zusammenschluss bietet viele Vorteile

Auf dieser Basis wird bis 2022 ein nachhaltiges Maßnahmenkonzept für Hochwasserschutz und -rückhalt erarbeitet und abgestimmt werden. Der Zusammenschluss der Kommunen ermöglicht eine umfassende wasserwirtschaftliche Analyse der Einzugsgebiete und bringt Ergebnisse, von denen sicher alle beteiligten Gemeinden stark profitieren werden.

Der Freistaat Bayern fördert das Vorhaben mit 75 % der Auftragssumme.

So unterstützt Hydrotec Ihre Kommune

Veröffentlicht am 15.07.2021